Publikationen

Niedermair, Klaus: Virtuelle Lehr-/Lernobjekte. Leitfäden für die Anwendung Neuer Medien in Lehr-/Lernprozessen
In: Erziehung heute e.h., 2001, 2, S. 21-24.
Jahr:
2001
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Beschreibung, Abstract
Medien sind eigentlich, wenn sie funktionieren, unsichtbar und selbstverständlich,– und insofern
auch der blinde Fleck in der Medienanwendung (Krämer 2000). Doch die Medialität unserer
Wirklichkeit apert immer mehr aus, Medien werden sichtbarer– und deshalb auch wichtiger. Durch
die technische Mediatisierung von Informations- und Kommunikationsprozessen (Informatisierung,
Telematisierung) wird deutlich, dass ohne Medien gar nichts geht, dass Medien Möglichkeiten der
Konstruktion von Wirklichkeit sind (vgl. z.B. Schmidt 2000) und unsere Erkenntnis-,
Kommunikations- und Handlungsmöglichkeiten bestimmen und begrenzen. Die alten Philosophen
wussten dies schon längst, nur sprachen sie nicht von Medien, sondern von Formen der Erkenntnis,
des Bewusstseins, der Sprache. Dabei war ihnen allerdings– als Philosophen– die technische
Materialität zu wenig wichtig, sie waren eher orientiert auf ewig gültige, ideale und universale
Formen. Für die neuere Philosophie, v.a. für die Medienphilosophie, sind dies Reduktionen, die im
„Media turn“ (Margreiter 1999) wieder rückgängig gemacht werden.